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Gamification im Recruiting – Spielerisch zu Top Talenten
Gamification im Recruiting bedeutet einen spielerischen Einstieg in das Arbeitsleben.

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Gamification ist keine neuartige Erscheinung. Bereits im Jahr 2013 stufte das Forbes-Magazin Gamification als einen der bedeutendsten disruptiven Trends für Unternehmen ein. Nach einer Phase, in der mangelhafte Gestaltungen und Schwachstellen den anfänglichen Hype stoppten, hat sich Gamification seit 2017 zu einer zentralen Geschäftsstrategie vieler Unternehmen entwickelt.

Was ist Gamification?

Gamification bezeichnet die Integration von spielerischen Elementen in Kontexte, die nicht direkt mit Spielen in Verbindung stehen. Diese spielerischen Komponenten dienen dazu, Menschen dazu zu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren. Ein bemerkenswertes Beispiel für Gamification findet sich an einer U-Bahn-Station in Schweden wieder. Engagierte Personen hatten das Ziel, Pendlerinnen und Pendler dazu zu bewegen, lieber die Treppe anstelle der Rolltreppe zu benutzen. Zu diesem Zweck wurde die Treppe in ein riesiges Klavier umgewandelt. Jede Stufe der Treppe erzeugte einen eigenen Klang. Je mehr Menschen die Treppe nutzen, desto mehr Klänge, sodass Tag für Tag ein kleines Konzert gespielt wurde.

Bringt dieses Gamification überhaupt etwas?

Leider gibt es noch keine belastbaren Studien, wie effektiv Gamification im Recruiting Prozess ist. Bislang fehlen robuste Untersuchungen zur tatsächlichen Wirksamkeit von Gamification im Rekrutierungsprozess. Dennoch brachte eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2022 aufschlussreiche Ergebnisse hervor: 78 % der Befragten erklärten, dass der Bewerbungsprozess an Attraktivität gewinnt, sobald Gamification ins Spiel kommt. Bei der immer schwieriger werdenden Suche nach Top-Talenten ist das eine beeindruckende Zahl.

In anderen Geschäftsbereichen offenbaren sich weitere eindrucksvolle Statistiken. Die besagte Studie zeigt beispielsweise, dass 85 % der Befragten ein gesteigertes Engagement an den Tag legen, sobald Gamification-Lösungen in Schulungskonzepten eingebunden sind. Und satte 97 % der 45+-jährigen Befragten gaben an, dass Gamification die Qualität ihrer Arbeit verbesserte.

Man kann also sagen: Dieses Gamification bringt tatsächlich etwas.

Gamification im Recruitment – So machen es die Großen

Es bleibt jedoch weiterhin die offene Frage, wie Sie Gamification effektiv in den Rekrutierungsprozess Ihres Unternehmens integrieren können. Immerhin wäre es wenig zielführend, eine Treppe kurzerhand in ein Klavier zu verwandeln und neuen Bewerberinnen und Bewerbern dabei zuzusehen, wie sie musikalische Töne hervorbringen.

Lassen Sie uns zuerst einen Blick auf einen großen Lösungsansatz werfen. Zugegebenermaßen sind riesige Lösungen nicht für jedes Unternehmen realisierbar, dennoch vermitteln sie einen Eindruck von den vielfältigen Möglichkeiten des Gamifications.

Dominos Pizza App

In den USA hat Domino’s eine App herausgebracht, die es Kunden ermöglicht, ihre eigene Pizza auf spielerische Art zu gestalten und zu bestellen. Was auf den ersten Blick wie ein netter Versuch wirken mag, den Pizzaabsatz anzukurbeln, entpuppt sich in Wirklichkeit als eine geschickte Recruiting-Maßnahme. Diejenigen, die als herausragende „Pizza-Bäcker“ hervorgingen, erhielten nach der Bestellung eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Hier geht es zum Video

Realisierbare Anwendungsmöglichkeiten

Seien Sie der neue Günther Jauch

Natürlich muss es nicht immer eine riesige Lösung sein, die mehr Kosten verursacht, als sie letztendlich Nutzen bringt. Man kann auch auf kleinerer Ebene vorgehen und dennoch wertvolle Erkenntnisse gewinnen.

Ein praktisches Beispiel hierfür wäre die Integration eines „Wer wird Millionär?“-Spiels in Ihren digitalen Bewerbungsprozess. Formulieren Sie Fragen, die Ihr Unternehmen betreffen und spezifische Fachkompetenzen abfragen. Dieser spielerische Ansatz ersetzt die konventionelle, traditionelle Wissensüberprüfung und ermöglicht es Ihnen, schon vor dem ersten Bewerbungsgespräch zahlreiche Einblicke zu gewinnen. Da der Gedanke, einmal Millionär zu sein, vielen Menschen gefällt, ist anzunehmen, dass Bewerberinnen und Bewerber ihr Bestes geben werden.

Und keine Sorge, selbst wenn Personen Google nutzen, um bei diesem „Millionär“-Spiel zu punkten, bedeutet das dennoch, dass sie sich intensiv mit den Aspekten Ihres Unternehmens auseinandersetzen.

Der Allianz Kulturmacher

Der Allianz Kulturmacher ist eine App, die dazu dient, festzustellen, wie gut eine Person zu einem Unternehmen passt. Hierbei werden Aussagen vorgelegt, auf die Bewerberinnen und Bewerber intuitiv reagieren müssen. Nach Beantwortung sämtlicher Fragen wird eine Bewertung präsentiert, die Auskunft darüber gibt, wie gut die Person zu besagtem Unternehmen passt.

In Anbetracht der gesteigerten Anziehungskraft des „Wischens“ durch Plattformen wie Tinder könnten Sie beispielsweise auch ermöglichen, die Fragen durch Wischbewegungen zu beantworten, anstatt diese lediglich mit „Ja“ oder „Nein“ zu versehen.

Soziale Medien anstelle des Programmierungsaufwandes

Falls Sie nun denken, dass all dies zwar vielversprechend klingt, aber Ihre IT-Abteilung bereits an ihrer Kapazitätsgrenze arbeitet und es unwahrscheinlich ist, derartige Mini-Spiele umzusetzen, dann sollten Sie beruhigt sein. Sie sind keinesfalls allein mit dieser Situation, da viele andere Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Zum Glück bieten die sozialen Medien eine Rettung an: Quiz-Möglichkeiten. Ganz gleich, ob es sich um Instagram, X (Twitter) oder Facebook handelt, Sie können die passende Plattform für Ihre Zielgruppe wählen. Gestalten Sie hierfür eine Art Quiz, ähnlich wie bei „Wer wird Millionär“-Lösung, welches das Wissen über Ihr Unternehmen und Fachkompetenzen abfragt.

Bewerben Sie dieses Spiel auf all Ihren Online-Kanälen und überlassen Sie den Rest den sozialen Medien. Nach einer festgelegten Zeit, schauen Sie ganz einfach, welche Teilnehmer die Besten waren und laden sie ein.

Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür lieferte „The Martin Agency“, die mit ihrem spielerischen Ansatz über 1200 Interessenten zur Teilnahme am „Bewerbungsprozess“ motivierten. Zwar gibt es keine konkreten Angaben über die daraus resultierenden Anstellungen, bei 1200 Interessenten sollten aber 1-2 passende Kandidaten dabei gewesen sein.

Fazit

Unternehmen können sich nicht ausruhen und müssen neue Wege gehen, um die bestmöglichen Talente zu finden. Gamification bietet genau solch einen Weg.

In puncto „Gamedesign“ sind der eigenen Kreativität keinerlei Schranken gesetzt. Es bestehen gewaltige Spielräume, und wer kann schon sagen, ob Ihre Ideen nicht gleichzeitig wertvolle Impulse für Ihre Marketing-Abteilung oder die Weiterbildungsstrategie liefern könnten?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg in der Welt der Spiele!


Die Zukunft des Recruiting – Bewerber3

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