AI SUMMARY: Stellen Sie sich vor, Sie sind mitten in einem spannenden Recruitingprozess. Sie haben eine vielversprechende Kandidatin oder einen vielversprechenden Kandidaten gefunden? Alles scheint gut zu laufen? – und plötzlich, wie ein Gespenst, verschwindet die Bewerberin oder der Bewerber spurlos. Dieses Phänomen, das man als Ghosting bezeichnet, ist leider keine Seltenheit mehr. Aber keine Sorge, in […]

Ghosting – wenn Recruiting zur Gruselgeschichte wird

Stellen Sie sich vor, Sie sind mitten in einem spannenden Recruitingprozess. Sie haben eine vielversprechende Kandidatin oder einen vielversprechenden Kandidaten gefunden? Alles scheint gut zu laufen? – und plötzlich, wie ein Gespenst, verschwindet die Bewerberin oder der Bewerber spurlos.

Dieses Phänomen, das man als Ghosting bezeichnet, ist leider keine Seltenheit mehr. Aber keine Sorge, in diesem Blogbeitrag werden wir die Ursachen und Auswirkungen von Ghosting im Recruitingprozess beleuchten und Ihnen praxisnahe Strategien an die Hand geben, wie Sie diesem Problem begegnen können – insbesondere durch die Implementierung eines effektiven Preboardings.

InhaltUrsachen für GhostingAuswirkungen von GhostingStrategien zur Vermeidung von GhostingWas ist Preboarding?Maßnahmen des PreboardingsFazit

Ursachen für Ghosting

Ghosting im Recruitingprozess kann viele Ursachen haben.

Um geeignete Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Gründe zu verstehen:

  1. Fehlende Kommunikation: Eine der Hauptursachen für Ghosting ist die mangelnde Kommunikation seitens des Unternehmens. Wenn Bewerberinnen und Bewerber lange nichts von ihrem potenziellen Arbeitgeber hören, fühlen sie sich oft unsicher oder nicht wertgeschätzt und brechen den Kontakt ab.
  2. Mehrere Bewerbungen: Bewerberinnen und Bewerber bewerben sich häufig bei mehreren Unternehmen gleichzeitig. Erhalten sie von einem anderen Unternehmen ein attraktiveres Angebot, beenden sie den Kontakt zu den anderen Unternehmen oft, ohne Bescheid zu geben.
  3. Schlechte Erfahrungen: Negative Erfahrungen in früheren Bewerbungsprozessen können dazu führen, dass Bewerberinnen und Bewerber zögern, erneut zu kommunizieren oder den Prozess abbrechen. Dies gilt besonders, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Zeit und Mühe nicht respektiert werden.
  4. Mangelnde Wertschätzung: Wenn Bewerberinnen und Bewerber den Eindruck haben, dass ihre Bewerbungen nicht ernst genommen werden oder sie als Individuen nicht wertgeschätzt werden, sind sie eher geneigt, den Kontakt abzubrechen.

Auswirkungen von Ghosting

Von einer Bewerberin oder einem Bewerber geghostet zu werden, bedeutet für das Unternehmen erhebliche negative Auswirkungen, welche die Relevanz des Themas untermauern.

Verlorene Zeit und Ressourcen: Recruiting ist ein zeit- und kostenintensiver Prozess. Wenn Bewerberinnen und Bewerber plötzlich abspringen, müssen Unternehmen diese Ressourcen erneut aufwenden, um neue Kandidaten zu finden.

Imageverlust: Wenn sich herumspricht, dass ein Unternehmen häufig geghostet wird, kann dies das Image als attraktiver Arbeitgeber schädigen. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber könnten dies als Hinweis auf interne Probleme oder eine schlechte Unternehmenskultur zurückführen.

Verlängerte Besetzungszeiten: Offene Positionen bleiben länger unbesetzt, was zu Engpässen und erhöhtem Druck auf bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen kann. Dies kann wiederum die Produktivität und Moral des Teams beeinträchtigen.

 

Das könnte Sie auch interessieren: EFFEKTIVES ONBOARDING FÜR NACHHALTIGE MITARBEITERINTEGRATION

 

Strategien zur Vermeidung von Ghosting

Was ist nun also das A&O? Richtig, bloß nicht geghostet werden!

Um Ghosting im Recruitingprozess zu vermeiden, sollten Unternehmen verschiedene Strategien anwenden.

Hier sind einige bewährte Methoden, die Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen können:

Klare und regelmäßige Kommunikation: Informieren Sie die Bewerberinnen und Bewerber während des gesamten Recruitingprozesses regelmäßig über den Stand ihrer Bewerbung. Transparenz und zeitnahe Updates schaffen Vertrauen und signalisieren Wertschätzung.

Wertschätzende Interaktionen: Gestalten Sie jede Kommunikation mit der Bewerberin oder dem Bewerber professionell und respektvoll. Da reicht auch schon eine kurze Dankes-E-Mails nach Vorstellungsgesprächen oder schnelles Feedback.

Flexibilität und Verständnis: Gehen Sie flexibel auf die Bedürfnisse der Bewerberinnen und Bewerber ein. Dies kann durch flexible Interviewzeiten oder die Möglichkeit, virtuell statt vor Ort teilzunehmen, geschehen.

Realistische Erwartungen setzen: Geben Sie klare Informationen über die Position, die Unternehmenswerte und den weiteren Prozess. Dadurch werden Missverständnisse vermieden und sichergestellt, dass die Erwartungen auf beiden Seiten übereinstimmen.

Und zu guter Letzt:

Preboarding als effektive Strategie: Preboarding beginnt direkt nach der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages und vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn. Es bietet eine großartige Möglichkeit, die Verbindung zur neuen Mitarbeiterin oder zum neuen Mitarbeiter zu stärken und Ghosting zu verhindern.

Was ist Preboarding?

Preboarding umfasst alle Maßnahmen, die zwischen der Vertragsunterzeichnung und dem ersten Arbeitstag stattfinden. Ziel ist es, dem neuen Teammitglied schon vor dem ersten Arbeitstag im Unternehmen willkommen zu heißen und zu integrieren. Durch eine effektive Preboarding-Strategie können Unternehmen die Bindung stärken. Außerdem können sie sicherstellen, dass sich die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter von Anfang an wertgeschätzt und eingebunden fühlt.

 

Jetzt mehr zum Preboarding erfahren und beraten lassen: Preboarding

 

Maßnahmen des Preboardings

Willkommenspaket:

Ein Willkommenspaket mit nützlichen Informationen über das Unternehmen, das Team und die ersten Aufgaben kann das Gefühl geben, bereits Teil des Teams zu sein.

Frühzeitiger Zugang zu Ressourcen:

Neue Mitarbeiterinnen und neue Mitarbeiter können schon vor ihrem ersten Arbeitstag Zugang zu wichtigen Dokumenten, Systemen oder Schulungsmaterialien erhalten. Dies erleichtert den Start und zeigt, dass das Unternehmen gut organisiert ist.

Mentorenprogramm:

Die Zuweisung eines Mentors, der dem neuen Teammitglied bereits vor dem ersten Arbeitstag zur Seite steht, kann viele Unsicherheiten und Fragen klären und eine persönliche Bindung schaffen.

Team-Events:

Einladungen zu informellen Team-Events oder virtuellen Treffen vor dem Arbeitsbeginn helfen, erste Kontakte zu knüpfen und die Teamdynamik zu erleben.

Regelmäßige Check-ins: Kurze, regelmäßige Check-ins durch den zukünftigen Vorgesetzten oder HR-Mitarbeiterin / HR-Mitarbeiter zeigen, dass man sich auf das neue Teammitglied freut und Unterstützung bietet.

Fazit

Ghosting im Recruitingprozess ist ein Problem, das Unternehmen viel Zeit und Ressourcen kosten kann. Durch klare Kommunikation, wertschätzende Interaktionen und innovative Maßnahmen wie Preboarding können Unternehmen jedoch effektiv dagegen vorgehen. Ein gut gestalteter Recruitingprozess, der Bewerberinnen und Bewerber von Anfang an einbindet und ihnen Wertschätzung entgegenbringt, erhöht somit die Chancen, dass sie den Prozess bis zum Ende durchlaufen und motiviert in ihre neue Rolle starten.

Die Umsetzung der Strategien reduziert das Phänomen des Ghostings und baut eine positive Arbeitgebermarke auf. Dadurch werden langfristig talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen und gebunden. Preboarding ist dabei ein Schlüssel, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an zu integrieren und ihnen das Gefühl zu geben, ein wertgeschätztes Mitglied des Teams zu sein. Zudem trägt ein gut strukturiertes Preboarding dazu bei, dass die Einarbeitungszeit verkürzt wird, was wiederum die Produktivität steigert. Darüber hinaus wird durch eine intensive Einbindung bereits vor dem ersten Arbeitstag die Bindung an das Unternehmen verstärkt, was langfristig zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit führt.